60% Fotografenanteil sind das Höchste der Gefühle

31. Januar 2009

Das behauptet zumindest die Bildagentur myLoupe.com. Der Gründer und Vorsitzende Brian Heston schrieb im aktuellen Newsletter vom 30.01.2009 unter anderem:

„I’ve spent a lot of time preparing and analyzing financial data and projections required for prospective investors to come on board with us. This exercise has brought me to the reluctant conclusion that a royalty rate of higher than 60% is not sustainable over the long term. MyLoupe was founded on the principal that the content creator should be paid the highest possible return on licensing fees. We’ve led the industry with some of the highest royalty rates available. Our commitment to our founding principles remains unchanged, but the “highest possible royalty rate” must be defined by the need to be a profitable and sustainable business.“

Oder anders formuliert: Die bisher beachtlichen 70% der Verkaufserlöse werden um 10 Prozentpunkte auf 60% für den Fotografen gekürzt. Damit liegt die Agentur voll im Trend. Auch viele andere Bildagenturen hatten in den letzten Monaten die Honorare zu ihren Gunsten neu verteilt.

Interessant finde ich vielmehr die Aussage, dass nach intensiver Finanzanalyse klar wurde, dass 60% Fotografenanteil vollkommen okay seien, um langfristig nachhaltig wirtschaften zu können. Das sollten sich einige Bildagenturen zu Herzen nehmen, welche ihren Fotografen nur 20% auszahlen.


Lohnt sich der Vertrag mit Getty Images über Flickr?

29. Januar 2009

Getty Images geht auf Nachwuchssuche und durchforstet dabei systematisch die Online-Bilderplattform Flickr. Fotografen, die den Bildredakteuren von Getty Images positiv auffallen, werden angeschrieben, ob sie nicht Fotos bei Getty Images anbieten wollen. Ich habe hier schon die Vor- und Nachteile dieses Deals beschrieben.

Mann liest Zeitung mit Lupe

Diesmal möchte ich genauer auf den Vertrag eingehen, den Getty Images anbietet.

Die wichtigsten Eckdaten zuerst:

  • Getty Images fordert Exklusivität (auch für ähnliche Motive)
  • Für Bilder, die lizenzpflichtig (oder rights-ready) verkauft werden, bekommt der Fotograf 30%
  • Für Bilder, die lizenzfrei (royalty free) verkauft werden, bekommt der Fotograf 20%
  • Mindestvertragslaufzeit zwei Jahre, danach automatisch Verlängerung um ein Jahr

Von einigen Fotografen, die den Getty-Vertrag erhalten haben, habe ich schon Mails bekommen, weil sie wissen wollen, ob das Angebot gut ist. Um das zu beurteilen, müssen wir uns vor allem die ersten drei Punkte genauer anschauen:

Was bedeutet Exklusivität für Getty Images?

An sich bedeutet Exklusivität, dass ein Foto, was über Getty angeboten wird, nicht woanders verkauft werden darf. Es gibt kleine Ausnahmen, dass z.B. die Fotos weiterhin für „nicht kommerzielle persönliche Zwecke“ oder zur „Eigenwerbung“ genutzt werden dürfen. Außerdem darf der Fotograf selbst „limitierte und/oder nummerierte Kunstdrucke in limitierter Auflage“ verkaufen, aber Getty Images darf exklusiv Drucke der Bilder verkaufen, die nicht limitiert sind.

Zusätzlich betrifft diese Regel jedoch nicht nur Fotos, die bei Getty angeboten werden, sondern auch „ähnliche Inhalte„. Was Getty unter „ähnlich“ versteht, haben sie in einer PDF zur „placement fee collection“ ausführlicher erklärt. Als ähnlich gelten Getty zufolge Bilder, wenn:

  • das gleiche Model verwendet wird
  • die gleiche Kleidung verwendet wird
  • die gleichen Requisiten verwendet werden
  • die gleiche Location oder Inneneinrichtung verwendet wird
  • die Komposition gleich ist
  • die „Atmosphäre“ gleich ist
  • die Idee, das Konzept oder die „Story“ gleich sind
  • die Handlung gleich ist
  • die Technik gleich ist

Ihr seht, die Ansprüche sind groß und vielfältig. Vor allem Fotografen, die einen „eigenen Stil“ haben, werden bei solchen Anforderungen schauen müssen, ob ihre Bilder sich nicht alle ähnlich sehen.

Rechtliche Hürden

Um den Getty-Vertrag annehmen zu können, wird eine Steuernummer verlangt. Wer keine hat, muss sich eine besorgen und damit auch die Buchführungspflichten (mindestens als Kleinunternehmer) erfüllen. Außerdem verlangt Getty Images, wenn notwendig, Model Releases und/oder Property Releases. Das sind schriftliche Genehmigungen von Personen, die auf den Fotos sichtbar sind bzw. von den Eigentümern von Privatgrundstücken o.ä. Das kann bei Fotos, die vor Jahren im Urlaub entstanden sind, z.B. schwer zu erfüllen sein.

Wieviel verdient der Fotograf?

Am Ende stellt sich die Frage, wieviel der Fotograf dabei verdient. Die 20-30% sind leider am unteren Ende des Markniveaus. Oder formulieren wir es so: Ich kenne keine Bildagentur, die sich traut, den Fotografen weniger als 20% zu zahlen. Diese Prozente sind auch unter den Werten, die „normale“ Fotografen bei Getty Images erhalten, z.B. je nach Collection 30% (Iconica (RR)) bis 40% (Tony Stone (RM). Ich denke, Getty wird damit argumentieren, dass sie die Bilder aufwändig verschlagworten und technisch „aufbereiten“ muss.

Wenn Verkäufe nicht über Getty Images selbst, sondern über Partneragenturen erfolgen, wird deren Anteil vorher abgezogen und der Verdienst wird wieder geringer. Im Vertrag unter Punkt 14 (Lizenzabzüge) stehen noch weiter Fälle, bei denen der Fotograf weniger Geld erhält.

Ob einem diese Konditionen zusagen und der Fotograf bereit ist, seine Fotos exklusiv herzugeben, muss jeder selbst entscheiden. Einige Fragen beantwortet Getty Images auch hier.

Da eine Einladung von Getty Images jedoch einer Art Ritterschlag gleichkommt, welche die Aufnahme in den Bildermarkt erlaubt, wäre denkbar, dass sich einige Fotografen mit ihren besten Bildern bei anderen Bildagenturen bewerben, die bessere Konditionen als Getty Images anbieten. Vor allem für spezialisierte Fotografen kann das sinnvoll sein.

Die Herausforderung ist aber eine andere. Ich habe mir von einigen Fotografen, die Getty eingeladen hat, das Flickr-Portfolio angeschaut. Einige der Fotografen meinten, sie wüssten gar nicht, was an ihren Bildern so toll sei und ob sich diese verkaufen würden. Ich habe diese Motive jedoch schnell erkannt. Ob die Fotografen dann aber auch die richtigen Bilder raussuchen, um damit bei anderen Bildagenturen hausieren zu gehen, ist eine andere Frage. Hier weise ich dezent auf mein „Pimp My Stock!„-Angebot hin, bei dem ich kostenlos Tipps zur Portfolio-Auswahl gebe.

Wem dieser Beitrag gefallen hat, kann meine Artikel auch als RSS-Feed abonnieren.

Jetzt seid ihr dran: Was meint ihr? Wer hat auch einen Getty-Vertrag über Flickr erhalten? Wie findet ihr die Konditionen? Gibt es weitere wichtige Punkte, die ich nicht erläutert habe?


Rezension: „Andreas Feiningers große Fotolehre“ von Andreas Feininger

28. Januar 2009

Schade, dass dieser Mann tot ist. Knapp 20 Jahre arbeitete der geborene Franzose Andreas Feininger in den USA für das legendäre Life-Magazin. Dank Google können seine Fotos für das Heft auch online gefunden werden. Neben zahlreichen Bildbänden veröffentlichte Feininger auch zahlreiche Sachbücher über die Fotografie, von denen sich viele zu Standardwerken entwickelten. Eines dieser Standardwerke ist „Andreas Feiningers große Fotolehre“ (ISBN 3-453-17975-7).

Andreas Feiningers grosse Fotolehre

Das Buch erschien zuerst 1978 und wird mittlerweile seit 2001 in der 7. Auflage verkauft. Von außen sieht es unscheinbar aus, aber das Buch hat es in sich. Auf fast 500 Seiten (mit kleiner Schrift) legt Feininger die Grundlagen der Fotografie dar. Der erste Teil beschäftigt sich mit der Ausrüstung, zum Beispiel, wie eine Kamera aufgebaut ist oder wie bestimmte Objektive funktionieren. Dabei geht es weniger um konkrete Modelle, sondern um die physikalischen und technischen Grundlagen, die jeder Fotos unterscheiden können sollte. Der nächste Teil erklärt, wie ein Foto technisch korrekt belichtet wird. Nicht die Komposition wird erklärt, sondern wann ein Foto scharf und weder über- noch unterbelichtet wird. Der dritte Teil mit knapp 100 Seiten dreht sich nur um die Film- und Bildentwicklung in der Dunkelkammer. Im letzten sehr ausführlichen Teil geht es um die Bildgestaltung, um die psychologischen Elemente vor einer Aufnahme und Aspekte wie Licht, Farbe, Kontrast, Tiefe und Bewegung, die berücksichtigt werden sollten.

Der Grund, warum Feiningers Bücher zu Klassikern wurden, wird beim Lesen schnell klar. Der Mann hat eine Meinung, die er auch begründen kann, er weigert sich, ins Detail zu gehen, bevor nicht die notwendigsten Basisinformationen geklärt sind, erklärt zu jedem Vorteil auch dessen Nachteile und er besteht darauf, dass die Technik immer nur Mittel zum Zweck bleiben wird. Das wichtigste eines guten Fotografen ist immer noch seine Sichtweise, sein Gefühl und sein Sachverstand beim Fotografieren.

Das Ganze packt er auch noch in nette, zitierfähige Sätze wie:

Das Bild eines schönen Mädchens ist nicht unbedingt ein schönes Bild“ (S. 271)

oder

Im Grund genommen ist eine Kamera ebensowenig schöpferisch wie ein Klumpen Ton. Aber ein Tonklumpen wie auch eine Kamera kann in der Hand des Künstlers zu einem Mittel schöpferischer Offenbarung werden“ (S. 437).

Leider ist Feininger schon 1999 in New York gestorben und kann leider nicht mehr den Staub seines veralteten Buches abpusten. Das Kapitel über die Dunkelkammer ist für digital arbeitende Fotografen sinnlos geworden, ebenso lange Abschnitte über die Unterschiede verschiedener Filme oder die Verwendung von Kolbenblitzen. Mindestens die Hälfte des Buches ist für moderne Profis obsolet. Auch der Fototeil mit Beispielbildern sieht deutlich nach den 1970er Jahren aus, erfüllt immerhin trotzdem den Demonstrationszweck. Dafür ist die andere Häfte weiterhin zeitlos gültig und durch das ausführliche Stichwortverzeichnis auch als Nachschlagewerk zu gebrauchen. Dazu motiviert es, sich statt mit der Kamera wieder mehr mit den Motiven zu beschäftigen. Könnte Feininger noch etwas sagen, würde mich seine Meinung zu Digitalkameras, Bildsensoren und Photoshop sehr interessieren.

Für knappe 13 Euro ist das Taschenbuch auch bei vielleicht nur 200 noch aktuellen Seiten lohnend.

Bisherige Rezensionen:
Rezension: “Porträts gekonnt retuschieren mit Photoshop” von Matthias Matthai
Food Styling For Photographers” von Linda Bellingham und Jean Ann Bybee
Microstock Photography. How To Make Money From Your Digital Images” von Douglas Freer
Wie sie mit eigenen Fotos Geld verdienen” von Helma Spona
Fotos sehen, verstehen, gestalten” von Martin Schuster
Mit eigenen Fotos Geld verdienen” von Lee Frost


Stockfotografie-Interview: Jenja Doerig (Bildredakteur bei ImagePoint)

26. Januar 2009

Damit in diesem Blog auch mal andere Sichtweisen zu Wort kommen, präsentiere ich von Zeit zu Zeit Interviews mit anderen Personen aus der Branche: Kollegen, Bildagenturen, Firmen, Kunden etc.

Diesmal ist Jenja Roman Doerig an der Reihe, der Leiter der Bildredaktion bei der Schweizer Bildagentur ImagePoint.

Jenja Roman Doerig

Foto: www.nikkolrot.com

Stelle Dich doch bitte mal kurz vor…

Jenja Doerig, Leiter der Bildredaktion bei ImagePoint. Jenja ist die russische Kurzform von Jewgenij, was sich meine Eltern dabei gedacht haben – keine Ahnung. Ich lebe ohne Haustiere in Zürich.

Wie sieht Dein Schreibtisch ungefähr aus? Was sind Deine wichtigsten Arbeitsgeräte/Werkzeuge?

Maus, Mausmatte, PC, Tastatur und Bildschirm. Bei ImagePoint funktioniert alles online.

Wieviele Bilder siehst Du auf der Arbeit täglich?

Zwischen 500 und 700 – je nach Qualität.

Und, macht’s noch Spaß?

Je nach Qualität…

Beschreibe bitte mal kurz den Ablauf, wenn Du entscheidest, ob ein Foto angenommen wird oder nicht?

Zuerst entscheide ich, ob sich das Motiv verkaufen lässt. Danach beurteile ich die technische Qualität in der 100-Prozent-Ansicht. Anschließend kontrolliere ich die Informationen bezüglich der Drittrechte.

Hörst Du Musik bei der Arbeit? Wenn ja, welche?

Diesbezüglich herrscht ein liebevoller Kleinkrieg im Büro. Aber meistens hören wir Radio.

Was sind die drei häufigsten Ablehnungsgründe?

Erstens: Motiv. Zweitens: Qualität – viel zu oft müssen wir leider motivisch gute Bilder aufgrund der schlechten Qualität ablehnen. Drittens:  Siehe erstens.

Wieviel Prozent der Bilder werden durchschnittlich abgelehnt?

Knapp über 50 Prozent. Tendenz steigend aufgrund der sehr hohen Kundenansprüche und des hohen Konkurrenzdrucks.

Welche Motive bekommst Du am häufigsten zu sehen?

Sonnenuntergänge, Sonnenblumen, Rapsfelder und bald wieder aktuell: Tulpenbilder.

Welche Motive sind Dir am liebsten?

Naturalistisch inszenierte Lebenssituationen – Stichwort: Available Light – mit Charaktermenschen.

Erkennst Du einige Fotografen schon am Stil?

Oh ja. Die sehr guten Fotografen. Und die eher schlechten.

Gibt es noch Fotos von Sonnenuntergängen oder Blumen, die Dich begeistern können?

Nein. Außer vielleicht wirklich gut inszenierte Blumenbilder.

Hast Du einige Empfehlungen, welche Fotografen-Portfolios einen längeren Blick wert sind?

Spontan fallen mir da Tina Steinauer, Karsten Jipp, Ramesh Amruth, Nikkol Rot, Stefan Kubli, Sandra Kawohl und Andrea Diefenbach ein. Es gibt aber noch viele andere sehr gute Portfolios.

Fotografierst Du auch selbst?

Nein.

Was ist der angenehmste Teil Deiner Arbeit?

Neue Fotografen zu entdecken und im Rahmen der Möglichkeiten fördern zu können.

Was ist der unangenehmste?

Einer Fotografin, einem Fotografen zu künden.

Wie können Dir Fotografen den größten Gefallen tun?

Auch ich bin bestechlich. Im Ernst: Keine allzu großen Bildserien hochladen, technisch unzulängliche Bilder im Vorfeld verwerfen, abgelehnte Bilder kein zweites Mal hochladen – lieber anrufen und fragen: Weshalb bloß? – und, sollten Bilder abgelehnt werden: Nicht persönlich nehmen.

Vielen Dank für das Interview.

Weitere Interviews:
Elisabeth Cölfen (Fotografin)


Frag den Fotograf: Welche Kamera für professionelle Fotos?

22. Januar 2009

Wieder eine Mail in meinem Postfach, diesmal von einem sich selbst als „blutigen Anfänger“ bezeichnenden Hobby-Fotograf.

„Hallo,

ich habe Deinen Blog gefunden und wollte eigentlich nur eine besonders kurze Frage stellen, die sicherlich dennoch nicht ganz einfach zu beantworten sein wird.

Aktuell mache ich zwar gerne Fotos, konnte mich jedoch noch nicht dazu überwinden mir eine bessere, aber auch teure Kamera zuzulegen. Ich weiß noch nicht, ob ich einmal auch beruflich fotografieren werde, doch würde ich den Einstieg in die professionelle Fotografie gerne mit einer guten Kamera beginnen. Bisher habe ich sehr gute Erfahrungen mit Canon-PowerShot-Kameras gemacht, habe mir also überlegt, der Marke treu zu bleiben. Ich hatte mir daher den Kauf einer Canon EOS 450D überlegt. Vorher wollte ich jedoch einen Profi fragen und dein (ich hoffe ich darf du schreiben) Artikel erschien mir eine Offenheit zu zeigen, die man in dieser Form nicht häufig antrifft. Welche Kamera wäre für den Einstieg in die professionelle Fotografie empfehlenswert? Worauf sollte man achten?“

Technik entdecken
Da mir seine Frage häufiger gestellt wird, möchte ich versuchen, sie exemplarisch zu beantworten. Ich weise darauf hin, dass ausdrücklich nach einer Kamera für „professionelle Fotografie“ gefragt wurde. Meine Antwort bezieht sich also nicht auf süße, kleine Digicams für die Schnappschüsse auf Partys.

Zuerst der wichtigste Punkt vorweg: Die Kamera ist für gute Bilder nur zweitrangig! Oder um die ewig geltenden Sätze des „Fotopapstes“ Andreas Feininger zu zitieren:

„Die einen, zu denen leider die meisten Amateure gehören, sind vernarrt in Präzisionskameras, funkelnde Objektive, Feinkornentwickler usw. Sie haben die beste Ausrüstung, das letzte Kameramodell, die lichtstärksten Objektive und alles nur erdenkbare Zubehör. [...] Außerdem sind sie genau auf dem laufenden über die Vor- und Nachteile der verschiedenen „Systemkameras“ und geben ihre eigene Kamera regelmäßig in Zahlung für das jeweils neuste Modell [...]. Aber sie haben oft keine Ahnung, was sie überhaupt fotografieren sollen, und machen selten Aufnahmen, die der Mühe wert sind.“ (aus: Die große Fotolehre)

Profis stellen trotz dieser Technikschelte gewisse Anforderungen an ihre Kameras. Aber nicht um der Technik willen, sondern zum einen, weil die Kunden bzw. Bildagenturen bestimmte technische Daten voraussetzen (z.B. Megapixel) und bei häufigem Gebrauch einige Details einfach bequem sind oder nur dafür sorgen, dass die Kamera nicht so schnell kaputt geht und zum anderen, weil sich nur mit bestimmter Technik kreative Bildideen gut umsetzen lassen.

Doch zurück zur Frage. Was muss eine Profi-Kamera haben oder können?

  • Wechselobjektive: Das wirklich Wertvolle eines guten Fotografen sind seine Objekive, die Blitzgeräte und Lichtformer. Die Kamera kann einfach ausgetauscht werden, wenn es neuere Modelle gibt.
  • RAW-Aufnahmen: In kritischen Lichtsituationen kann eine RAW-Aufnahme die einzige Möglichkeit sein, ein Bild zu „retten“.
  • Blitzschuh: der eingebaute Blitz von Digitalkameras hat zuwenig Steuerungsmöglichkeiten
  • Vollformat-Sensor: Es gibt genug Leute, die auch mit kleineren Sensoren verkäufliche Fotos machen. Aber die Details und die Schärfe werden nur besser, wenn der Sensor größer wird
  • Dazu kommen noch viele Details wie geringe Auslöseverzögerung, AdobeRGB-Farbraum, lange Akkulaufzeit etc., die heutzutage aber so gut wie alle Kameras haben, die obige Kriterien erfüllen

Kein Wort zu den Megapixeln? Nein. Selbst die billigsten Spiegelreflex-Digitalkameras, die die meisten obigen Anforderungen erfüllen, haben heutzutage mindestens 8 oder gar 10 Megapixel. Das reicht aus bzw. ist manchmal fast zuviel.

Um die „beste Kamera“ zu finden, ist es wichtig, sich über den Zweck im Klaren zu sein. Nicht umsonst bietet z.B. Canon im Profisegment neben der Canon EOS 1Ds Mark III für Studiofotografen auch die Canon EOS 1D Mark III, welche nur halb so viele Megapixel hat, dafür aber bei Serienaufnahmen doppelt so schnell ist und deshalb z.B. für Sportfotografen auf jeden Fall die bessere Wahl ist.

Die Kamera-Marke ist fast egal, solange die Firma genug Wechselobjektive anbietet und auch langfristig herstellt. Oft kaufen Anfänger jedoch eine schnieke Spiegelreflex-Digitalkamera und haben danach kein Geld mehr, ebensoviel Geld für gute Objektive auszugeben. Aber eine Canon EOS 1D Mark III mit einem AF 28-300mm F/3,5-6,3-Objektiv von Tamron wird sicher keine besseren Fotos machen als eine Canon EOS 1000D mit einem EF 85mm 1.2 L II USM-Objektiv von Canon. (Wäre mal einen Versuch wert…)

Bis auf den Vollformat-Sensor erfüllen beispielsweise alle Canon EOS-Kameras die genannten Voraussetzungen. Für einen Anfänger empfiehlt es sich also, ein billigeres Kameramodell zu nehmen, dafür aber beim hochwertigen Objektiv zu sündigen, was nach 2-3 Jahren beim Wechsel zur besseren Kamera einfach behalten wird. Das Objektiv muss nicht mal teuer sein: Eine 50mm 1.8 II-Festbrennweite von Canon kostet ca. 100 Euro und ist damit beim Preis/Leistungsverhältnis unschlagbar. Ach ja, damit nicht der Verdacht der Schleichwerbung aufkommt: Nikon macht auch gute Kameras und Objektive.

Deshalb: Verbringt weniger Zeit mit der Suche nach der Kamera, sondern denkt darüber nach, was ihr fotografieren wollt und kauft Euch das entsprechend passende Objektiv.


Zu verschenken: Fotoagenturen und Bildarchive Booklet

21. Januar 2009

Ich verschenke mein Heft „Fotoagenturen und Bildarchive Booklet„, Ausgabe 2005/2006 mit 200 Seiten, auf denen sich über 110 Bildagenturen mit Text und natürlich vielen bunten Bildern vorstellen. Herausgeber ist die Presse Informations AG (PIAG).

Fotoagenturen und Bildarchive Booklet von PIAG
Entweder nach Voranmeldung an Selbstabholer in Köln-Mülheim oder per Postversand gegen 2 Euro Porto/Versand. Einfach einen Kommentar zu diesem Artikel hinterlassen (bitte mit Anmerkung, ob Selbstabholer oder Postversand und einer Emailadresse) und ich kontaktiere Euch dann per Email für die Details.


Warum Barack Obama auf Fotos so gut aussieht

20. Januar 2009

Heute findet in den USA die Amtseinführung des 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika statt: Barack Obama.

Barack Obama lachend (Shutterstock)
Zu diesem Anlass stellte die Bildagentur Shutterstock dem Kölner Psychologieprofessor Dr. Martin Schuster die Frage, warum Barack Obama auf den Pressefotos immer so blendend aussieht.

Die Antwort steht in dieser Bildanalyse (Download als PDF) und bietet Pressefotografen auch einige Tipps, wie Politiker am vorteilhaftesten fotografiert werden können. So betont z.B. die Untersicht (Kameraperspektive, die unter dem Kopf der zu fotografierenden Person liegt) das Kinn und lässt Personen mächtiger wirken. Auch zahlreiche – von Obama sicher oft geübte – Posen helfen, diesen Eindruck zu verstärken. Im Gegenzug lernen wir auch, warum z.B. Angela Merkel eher eine traurige Miene zieht.

Ein weiterer Tipp, der nicht in der Analyse erwähnt wird: Eine leichte Diagonale kann die Dynamik von Fotos verstärken, was sich wiederum auf den Politiker überträgt. Hier mal der Vergleich (Originalbild hier):

Barack Obama schräg

Barack Obama gerade

Verwandte Artikel:
Rezension: “Fotos sehen, verstehen, gestalten” von Martin Schuster


Was wäre wenn: Flickr Fotos verkaufen würde?

17. Januar 2009

Wahrscheinlich ist zur Zeit das Bildportal Alamy die Quelle mit den meisten käuflichen Bildern weltweit: 14,59 Millionen Fotos! Korrigiert mich, wenn ich mich irre.

Aber was wäre, wenn die Online-Fotoplattform Flickr mit ihren mehr als 3,1 Milliarden Fotos (das sind über 3.100.000.000 Fotos!) seinen Nutzern anbieten würde, ihre Fotos ebenfalls verkaufen zu können? Sozusagen ein Flickr Stock? Dass das kein Hirngespinst ist, sondern Anfang 2008 fast genau so passiert wäre, beweist diese Meldung hier im Techcrunch-Blog.

Keine Ahnung
Wahrscheinlich wäre folgendes passiert:

  • Alamy wäre innerhalb weniger Wochen oder höchstens Monate nicht mehr die Quelle mit den meisten Fotos
  • Die weltweit größte Bildagentur Getty Images hätte bei ihrer Microstock-Tochter istockphoto schlagartig große Umsatzeinbußen
  • Urheberrechtsanwälte auf der ganzen Welt hätten sich die Hände gerieben (Warum? Dazu gleich mehr…)

Vor allem der zweite Punk missfiel Getty Images so sehr, dass sie in die Offensive gingen: Sie boten Mitte 2008 Flickr einen Deal an, durch den ausgewählte Fotos von Flickr-Fotografen über Getty Images verkauft werden könnten.

Das hat einige große Vorteile für Getty Images:

  • der Marktführer der Bildbranche behält weiterhin die Kontrolle, welche Fotos von Flickr zum Verkauf stehen
  • Getty kassiert gleich einen Anteil der Verkaufserlöse, den sich sonst nur Flickr und die Fotografen teilen würden
  • der gesamte Bildermarkt wird nicht in der Flickr-Fotos-Flut ertränkt

Gleichzeitig sind aber auch Nachteile für Stockfotografen zu vermuten:

  • Das Oligopol auf dem Bildermarkt mit Getty Images an der Spitze wäre durch Flickr Stock ins Wanken geraten und bleibt nun zum Nachteil von Bildkäufern und Fotografen stabil
  • Getty kassiert gleich einen Anteil der Verkaufserlöse, den sich sonst nur Flickr und die Fotografen teilen würden
  • Flickr Stock wäre eine großartige Gelegenheit gewesen, vielen Millionen Hobbyfotografen weltwelt klar zu machen, dass auch Digitalfotos einen Wert haben

Vor allem der letzte Punk ist spannend:
Es gibt mittlerweile genug Designer, Werbeagenturen, Zeitungen und andere Bildnutzer, die versuchen, keine Fotos von teuren Bildagenturen oder billigen Microstock-Agenturen kaufen zu müssen, sondern sie umsonst bei Flickr zu bekommen. Das ist auch gut möglich, da viele Fotos mit einer „Creative Commons“-Lizenz ausgestattet sind, auch wenn das rechtlich sehr unsicher ist. Auch wenn diese Lizenz fehlt, fragen die Nutzer gerne die Flickr-Fotografen, ob sie Fotos nicht kostenlos bekommen können. Der Hobbyfotograf, der noch nie ein Foto auf dem Titelbild einer Zeitschrift gesehen hat, freut sich und sagt oft ja.

Wenn es „Flickr Stock“ gegeben hätte, würden die gleichen Fotografen das Foto eher zum Verkauf anbieten, wenn es technisch mit nur wenigen Klicks umsetzbar ist und sie merken, dass die Nachfrage da ist. Nun kommen wir zu dem Punkt, an dem sich die Anwälte die Hände reiben. Beim Verkauf von Fotos gibt es so viele Rechte und Gesetze zu beachten, dass Anfänger damit oft überfordert sind. Model Releases, Property Releases, rights managed, lizenzfrei, fair use, Copyright, Nutzungsrecht, Urheberrecht, Panoramafreiheit, Designschutz, Markenrecht, Privatsphäre, Geschmacksmusterschutz etc. Klingt kompliziert? Ist es auch. Die Chancen sind groß, dass bei „Flickr Stock“ dann Unmengen an Fotos trotz vieler Hilfestellungen seitens Flickr angeboten würden, die rechtlich eben nicht einwandfrei sind.

Eine andere Überlegung ist, dass die Hobbyfotografen merken würden, dass ein Foto zum Verkauf nur so viel wert ist wie die Beschreibung und Suchwörter, die mitgeliefert werden. Wer sich an die Suchergebnisse von Getty Images gewöhnt hat, wird beim Versuch, mit den gleichen Begriffen ein passendes Foto bei Flickr zu finden, Kopfschmerzen bekommen. Hier mal als Beispiel die Foto-Ergebnisse mit den Suchbegriffen „Familie“ und „Frühstück“ bei Getty Images und bei Flickr. Seht ihr, was ich meine? (Tipp: Bei der Getty-Webseite muss als Sprache oben rechts „deutsch“ eingestellt werden).

Das Experiment „Flickr Stock“ wäre sehr spannend gewesen, aber die Ergebnisse hätten den Bildermarkt so stark verändern können, dass der Branchenprimus rechtzeitig eingriff.

Nun seid ihr dran. Was hätte noch passieren können, wenn Flicks die Möglichkeit geboten hätte, Fotos zu verkaufen?


Frag den Fotograf: Fotos „rights managed“ (RM) oder „royalty free“ (RF) anbieten?

15. Januar 2009

Vor einigen Tagen habe ich folgende Mail einer anderen Berufsfotografin bekommen.

Hallo Herr Kneschke,

ich bin heute auf Ihrer Webseite gelandet und muss Ihnen ein ganz dickes Lob ausprechen! [...] Gestatten Sie mir unbekannterweise die Bitte um eine Auskunft:

Ich bin als Tierfotografin seit Jahren etabliert, biete mein Bilder bislang nur bei F1online als RM-Material an.  Ein Kollege (renommierter Architekturfotograf) sowie F1online selbst rieten  hierzu.
Nach Studieren der Trends bin ich aber der Meinung, es ist sinnvoller, zukünftig die Fotos als RF-Material gleichzeitig bei mehreren Bildagenturen anzubieten.

Da ich aktuell von einer weiteren Agentur angesprochen wurde, würde mich Ihre Meinung hierzu sehr interessieren.

Ich vermarkte hauptsächlich Fotos von
- Hunden
- Pferden
- Babies (eigenes)
- Kinder (eigene)

Vielen Dank und ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören.

Ich habe mir gedacht, bevor ich ihr ausführlich per Mail antworte, mache ich die Antwort gleich anonymisiert öffentlich, damit auch die anderen Fotografen etwas davon haben.

Rottweiler
In der Mail wird von Trends gesprochen. Es stimmt, dass im letzten Jahrzehnt RF (Royalty Free) gegenüber RM-Material an Bedeutung gewonnen hat. Heutzutage ändert sich dieser Trend jedoch schon wieder eher in die Richtung, dass RF-Bilder durch die noch billigeren Microstock-Fotos abgelöst werden, die ja im Grunde nur billigere RF-Fotos sind. Damit sinken die Einnahmen mit traditionellen RF-Fotos stark. Im RM-Bereich sinken die Umsätze zwar ebenso, jedoch wesentlich geringer, weil die Käuferschicht eine andere ist und Motive als RM angeboten werden können, die nicht die rechtlichen Rahmenbedingungen für RF-Fotos erfüllen. PictureTom unterfüttert diese Aussagen hier in seinem Blog mit aktuellen Zahlen.

Die Annahme, dass ein RF-Foto automatisch an mehrere Bildagenturen geliefert werden dürfe, ist auch falsch! Hier kommt es im Einzelfall nur an den Vertrag mit der Bildagentur an. Ich kenne genug Bildagenturen, die auch für RF-Fotos Exklusivität verlangen. Andersrum ist es mit Einschränkungen auch möglich, RM-Fotos an mehrere Agenturen zu liefern, wenn z.B. keine Exklusivlizenzen verkauft werden.

Die Hundefotos der Fotografin sind häufig technisch einwandfreie, scharfe Portraits von bestimmten Hunderassen (meist in Bewegung). Für diese Bilder und die Pferdefotos würde ich eine Nischenagentur empfehlen, welche sich auf Tierfotos spezialisiert hat, z.B. Juniors, Okapia, oder Animals Animals. Als RF-Fotos würden die Bilder nur dann Sinn machen, wenn neben der Darstellung der Hunderasse übergeordnete Konzepte wie „Erfolg“, „Freiheit“ oder „Spaß“ visualisiert würden.

Bei den Baby- und Kinderfotos fällt die Entscheidung schwerer. Einige sagen, dass man wegen der Persönlichkeitsrechte besonders vorsichtig sein müsse, aber da es hier um den eigenen Nachwuchs geht, ist der Vertrag kein Problem. Außerdem wird später im Berufsleben oder schon an der Uni niemand mehr die Personen auf ihrer früheren Kinderfotos ansprechen, da sich das Aussehen der Menschen bis dahin stark ändert.

Je nach Motiv würde ich raten, auch mal Microstock-Agenturen auszuprobieren, um z.B. nach einem Jahr anhand der Zahlen selbst entscheiden zu können, ob dieser Markt für einen lukrativ ist oder nicht. Dafür bieten sich wieder einfache, symbolträchtige Fotos an. Bilder, auf denen die Kinder eher in ihrer „natürlichen Umgebung“, im Alltag, gezeigt werden, sollten weiterhin als RM-Material verkauft werden.

Was würdet ihr der Fotografin antworten? Oder welche Informationen bräuchtet ihr noch, um hilfreiche Aussagen zu treffen?

Hinweis: Das abgebildete Foto ist nicht von der Fotografin, sondern aus meinem Archiv.


Schöne Statistik: Getty Images, istockphoto und der FOCUS

13. Januar 2009

Da werte ich monatelang die Bildcredits von zig Zeitschriften aus, um einen Überblick über den Bildermarkt zu bekommen und nun merke ich, dass die Zeitschriften es nicht so genau nehmen.

Genauer gesagt: In der Ausgabe Nr. 2/2009 des Nachrichtenmagazins FOCUS habe ich ein Bild des Microstock-Anbieters istockphoto gefunden. Bei den Fotocredits steht jedoch: „Foto: Getty Images„. Formal mag das korrekt sein, weil Getty Images die Firma istockphoto 2006 gekauft hatte. Aber ein Anruf bei Getty Images ergab, dass Bilder der Microstock-Tochter nicht direkt über Getty Images gekauft werden können, weil die Lizenzbedingungen ganz andere sein und die Buchhaltung in den USA sitze.

Ein Anruf bei der Bildredaktion des FOCUS ergab auch nicht viel mehr. Auf meine Frage, warum bei einem istock-Foto „Getty“ als Credit stehe, kam von der Dame am Apparat die Gegenfrage: „Warum wollen sie das denn wissen?„. Ich antworte ehrlich, dass mich das für die Statistik in meinem Blog interessiert, aber die Dame blieb wortkarg: „Dazu kann ich Ihnen keine Auskunft geben„. Hm. Wenn das die Bildredaktion nicht weiß, wer dann?

Aber ich verstehe ja, dass es lässiger wirkt, sich mit dem Namen einer Firma zu schmücken, die Fotos für hunderte von Euro verkauft, statt den Namen einer Firma zu zeigen, die Fotos für wenige Euro verscherbelt. Wobei die FOCUS-Tochter FOCUS Money da keine Probleme hat. Die Microstock-Agenturen Dreamstime und Fotolia werden dort gleichberechtigt als Bildcredit angegeben.

Doch was bedeutet das für die Auswertung der „Fotos von Bildagenturen in Zeitschriften?
Falls nur der FOCUS diese Art der „Aufhübschung“ betreibt, heißt das nur, dass der FOCUS vielleicht weniger Geld für Fotos ausgibt als vermutet. Falls andere Zeitschriften diesem Beispiel folgen, ist die unangefochtene Stellung von Getty Images in der Statistik mit Vorsicht zu genießen. Es würde bedeuten, dass zwar weiterhin die meisten Fotos über Getty Images (bzw. der Tochter istockphoto) gekauft werden, aber dabei weniger Gewinn gemacht wird als die Statistik vermuten lässt.

Ebenfalls bedeutsam kann auch die Klausel im Lizenzvertrag von istockfoto werden:

„4. Standard License Prohibitions.
(a) Prohibited Uses. You may not do anything with the Content that is not expressly permitted in the preceding section or permitted by an Extended License. For greater certainty, the following are “Prohibited Uses” and you may not: [...]
14. use the Content for editorial purposes without including the following credit adjacent to the Content: “©iStockphoto.com/Artist’s Member Name]“

Grob übersetzt bedeutet das, dass es verboten ist, Fotos von istockphoto für editoriale Zwecke (was Zeitschriften in der Regel einschließt) zu nutzen, ohne als Quelle „istockphoto/Fotograf“ anzugeben. Mal sehen, was istockphoto dazu sagt.

Habt ihr auch in anderen Zeitschriften istock-Fotos mit „Getty-Credit“ gefunden?