30. Oktober 2008
Die nächste Pleite steht morgen an. Diesmal ist keine Microstock-Agentur oder alteingesessene Bildagentur an der Reihe, sondern die Firma „Digital Railroad„, eine Art Fotografen-Portal, wo Fotografen gegen eine monatliche Grundgebühr ihre Fotos präsentieren und verkaufen konnten.
Ab Freitag, den 31.10.2008, 20 Uhr (MEZ) soll die Webseite wahrscheinlich komplett geschlossen werden. Das bedeutet auch, dass Fotografen, die ihre Daten nicht gesichert haben und nur auf der DRR-Webseite anbieten, danach das Nachsehen haben werden.
Dieser Fall beweist wieder, dass das Geschäftsmodell „Software as a service“ zu unsicher ist, um sich langfristig darauf verlassen zu können. „Software as a service“ bedeutet, dass die Software, in diesem Fall ein Verkaufs- und Präsentationsprogramm mit Webseite für Fotografie, nicht gekauft, sondern „gemietet“ wird.
Der große Nachteil ist jetzt ersichtlich geworden: Wenn die Firma den Service nicht mehr anbietet, gehen im ungünstigsten Fall die Inhalte mit verloren.
Auch Microsoft, Google und Konsorten versuchen ja, in das „Software as a service“-Geschäft einzusteigen, indem sie meist kostenlose Office- oder Grafikprogramme im Internet anbieten statt die Computerprogramme zu verkaufen. Wer diese nutzen will, sollte sich also vergewissern, dass eine gute „Import/Export„-Funktion für seine Daten vorhanden ist.

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Verfasst von R. Kneschke
28. Oktober 2008
Wer studiert, hat es gut.
Der kann ganz legal eine Version von Adobe Photoshop CS3 Extended kaufen und gratis das Upgrate auf Photoshop CS4 bekommen. Gibt es für Windows und für den Mac. Kostet nur 279 Euro.

Das Beste: Die Version darf sogar kommerziell genutzt werden, also ideal für den Einstieg in die Stockfotografie. Adobe legt noch gratis ein T-Shirt drauf und es gibt – unter bestimmten Voraussetzungen – 10 Euro Cashback.
Klingt cool? Studierende können die Version unter Vorlage ihres gültigen Studentenausweises hier bei allmaxx.de kaufen. Das wäre doch mal ein Grund, wieder ein Studium anzufangen…

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Verfasst von R. Kneschke
23. Oktober 2008
Eben habe ich die Webseite www.istockcharts.de entdeckt. Dort gibt es viele Informationen über die gesamten Downloads, Menge an Fotos, Downloads pro Tag, Downloads pro Foto, Downloads der letzten 24 Stunden etc auf der Microstock-Bildagentur istockphoto.

Die Menge der Daten ist beeindruckend, auch wenn ein Mitglied erst eingetragen werden muss, damit die Daten von der Webseite ausgewertet werden. Momentan sind knapp 9.000 der über 55.000 istock-Mitglieder gelistet.
Die Top-3-Verkäufer bei istock sind (Name/Username):
- Lise Gagne (lisegagne)
- Jacob Wackerhausen (yuriarcurs)
- Amanda Rohde (hidesy)
Als ganz grobe Faustregel kann gelten, dass 0,1 Download pro Foto und Tag realistisch sind. Bei 1.000 Fotos im Portfolio wären das also ca. 100 Downloads pro Tag. Da nicht-exklusive Fotografen durchschnittlich knapp einen US-Dollar pro Download verdienen, scheinen ca. 600 Euro pro Monat mit ca. 1.000 Bildern realistisch. Es gibt jedoch auch Fotografen, die über 4500 Bilder online haben und nur 25 Downloads pro Tag.
Von 25 Mitgliedern mit den meisten Downloads sind nur zwei (Yuri Arcurs und Kirsty Pargeter) nicht exklusiv an istockphoto gebunden.
Eine Seite, deren Informationen ich stundenlang analysieren könnte. Sind euch auch interessante Zusammenhänge aufgefallen?

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Verfasst von R. Kneschke
22. Oktober 2008
Ich nutze bei der täglichen Arbeit meine Canon EOS 5D. In meiner Freizeit trage ich aber immer eine kleine Casio Exilim Digitalkamera mit mir, um Schnappschüsse oder „digitale Notizen“ zu machen.
Mittlerweile wünschte ich mir jedoch, dass ich auch eine kleine digitale Kompaktkamera von Canon hätte, z.B. eine Canon Ixus 80 o.ä. Denn mit einem kostenlosen Programm aus dem Internet namens CHDK wird aus dem einfachen Knipsgerät eine wahre Multifunktionsmaschine.
Das für mich überzeugendste Feature: Die Kamera kann dann zusätzlich RAW-Dateien aufnehmen!
Andere tolle Zusatzfunktionen:
- Live-Histogramme
- Anzeige der über- und unterbelichteten Bildteile
- Tiefenschärfe-Kalkulation
- Fernauslösung der Kamera via USB
- automatisches Auslösen der Kamera bei Bewegung (z.B. für Blitzfotos)
- extra lange oder super kurze Belichtungszeiten
- High-Speed Flash-Synchronisation
- viel mehr
Und das Beste: Das Programm greift nicht in die kameraeigene Software (Firmware) ein und läuft einfach auf der SD-Speicherkarte. So bleibt auch die Garantie erhalten.
Die CHDK-Wiki-Webseite beantwortet die häufigsten Fragen, unter anderem, welche Kameras unterstützt werden und wo das Programm runtergeladen werden kann.
Habt ihr das Programm testen können. Was für Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

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Verfasst von R. Kneschke
20. Oktober 2008
Geld mit Fotos verdienen? Geht das? Diese Frage möchte ein weiteres Buch mit dem bezeichnenden Titel „How To make Money From Your Digital Images“ (ISBN 978-0-240-80896-3) beantworten.

Der Autor und Fotograf Douglas Freer beschäftigt sich ausschließlich mit Microstock-Bildagenturen und zieht als Beispiele vor allem die „Großen Vier“ heran, also istockphoto, Fotolia, Dreamstime und Shutterstock. Vor allem istockphoto bekommt wegen der geringen Umsatzbeteiligung ihrer Fotografen und der strengen „Exclusive Artists“-Option auch Kritik ab.
Das Geschäftsmodell dieser Microstock-Agenturen wird ausführlich erklärt und wie in den anderen schon vorgestellten Büchern auch, welche Motive sich gut oder schlecht verkaufen. Dieser Teil ist etwas kürzer geraten als bei den bisherigen Büchern, dafür sind sehr ausführlich die technischen Kriterieren erklärt, nach denen Microstock-Agenturen Fotos bewerten und wie technische Mängel wie Bildrauschen, chromatische Aberrationen oder Moiré beseitigt werden können. Da diese Agenturen in dieser Hinsicht viel strenger sind, eine sinnvolle Entscheidung.
Hilfreich sind auch die drei kurz erläuterten Lichtaufbauten, die zwar mindestens zwei Studioblitze voraussetzen, dafür aber auch viele Standard-Lichtsituationen für Stockfotos abdecken.
Wie bei den Büchern von Helma Spona und Lee Frost wird das für den Verkaufserfolg überaus wichtige Thema „Verschlagwortung“ auf einer knappen Seite abgehandelt. Das ist angesichts ausführlicher anderer Tipps wie „Kaufe und benutzte Adobe Photoshop“ zu wenig.
Am Ende des Buches gibt es noch acht Seiten mit Fallbeispielen, wieviel einzelne Fotografen bei welchen Microstock-Agenturen mit wieviel Fotos pro Monat und Jahr durchschnittlich verdienen. Demnach sind mit ca. 1000 Fotos 500 Us-Dollar Verdienst pro Monat (und pro Agentur!) keine Seltenheit. Wenn das keine Motivation ist…
Wer das Phänomen „Microstock“ besser verstehen will oder sich als Anfänger in diesem Bereich versuchen will, findet in dem Buch nicht nur praktische Fototipps, sondern auch etwas Geschichte, Meinungen und Zukunftsprognosen in kumpelhafter Sprache serviert, die das Buch auflockern. Des Englischen sollten die Leser trotzdem mächtig sein.
Fortgeschrittene Fotografen, die sich lieber an traditionelle Bildagenturen halten, erfahren in dem Buch außer der oben erwähnten Finanzbeispiele wenig Neues.
Bisherige Rezensionen:
„Wie sie mit eigenen Fotos Geld verdienen“ von Helma Spona
“Fotos sehen, verstehen, gestalten” von Martin Schuster
“Mit eigenen Fotos Geld verdienen” von Lee Frost

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Verfasst von R. Kneschke
17. Oktober 2008
Ich wollte mir schon lange Gedanken zum Wochenende machen. Auslöser war ein Beitrag im Studio-Blog über die Frage, ob das Copyright noch zeitgemäß sei. Dort wird die Fotografie unter anderem mit der Musik verglichen, die schon lange daran darbt, dass kaum jemand mehr CDs kauft.
Wie sieht es aus, wenn wir diesen Vergleich weiter spinnen?
Früher kauften die Leute erst LPs, dann MCs, dann CDs und waren – mehr oder weniger – glücklich. Auch von den Fotografen wurden die Fotos als Dia-Duplikate an die Bildagenturen geschickt und dort verkauft. Später wurden die Fotos auf „Royalty Free“-CDs gepresst und ebenfalls für viel Geld verkauft.
Dann kam die digitale Revolution: Das MP3-Format und DSL-Verbindungen ermöglichten es, ganze Musikalben aus dem Internet zu laden: schnell, gratis – und meist illegal.
Die Erfindung der Digitalkamera erlaubte es auch Fotografen, mehr und billigere Fotos zu machen und diese mit schnellen Internet-Verbindungen an die ebenfalls nun digital arbeitenden Bildagenturen zu schicken. Wie bei der Musik sank der Marktwert von Fotos jedoch schnell. Bilder wurden im Internet kopiert, geklaut, ohne Erlaubnis benutzt oder – wie in den Anfangstagen von istockphoto – einfach verschenkt. Nur weil die Server-Kosten bezahlt werden mussten, einigte man sich später auf eine kleine Gebühr.
Auch bei den Internet-Tauschbörsen gab es die Musik am Anfang gratis (wenn auch nicht legal), jetzt müssen die Songs im iTunes-Store gekauft werden. Bei Napster, dem Pionier der Gratis-Musiktauschbören, gibt es die Musik jetzt gegen monatliche „Flatrates“.
Nachdem die traditionellen Bildagenturen auf den digitalen Zug aufgesprungen sind und ihre Fotos nun über das Internet verkaufen, bieten die Microstock-Agenturen schon die „Download-Flatrate“ an, bei der Fotos für eine monatliche Pauschale runtergeladen werden dürfen.
Die Musikindustrie wehrt sich immer noch verzweifelt mit DRM-Maßnahmen (Digital Rights Management) gegen das unerlaubte Kopieren von Musik. Auch für die Fotografie-Branche arbeiten zahlreiche Firmen an Maßnahmen gegen den Bilderklau, leider meist ebenso erfolglos.
Trotzdem ist der Berufsmusiker nicht ausgestorben. Er verdient sein Geld jetzt vor allem durch Konzerte, GEMA-Einnahmen und Merchandise, also T-Shirts, Poster, Kaffeetassen, Schlüsselanhänger, Unterhosen etc. Musikalben und Singles sind mittlerweile zu einem Marketing-Instrument geworden, um auf Festivals höhere Gagen und bei Konzerten mehr Eintritt verlangen zu können.
Was bedeutet das für Fotografen? Wenn die Analogie stimmen sollte, verdienen Fotografen immer weniger an dem Abdruck eines Fotos. Mittlerweile geben sich einige Fotografen schon mit der Namensnennung in der Bildunterzeile zufrieden. Das Geld wird wieder mit Auftragsfotografie verdient (wie auch von Paul Melcher prophezeit) oder dem Veranstalten von Workshops. Ganz klassisch, wie früher.
Was meint ihr? Wie schlüssig ist der Vergleich? Wohin geht die Reise?

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Verfasst von R. Kneschke
15. Oktober 2008

Dass die Glatze bei Männern im Trend liegt, steht hier, hier und auch Nivea wirbt neuerdingt mit kahlgeschorenen Männerköpfen. Da will ich nicht untätig daneben stehen und suchte mir ebenfalls einen Mann, der sich gerne „oben ohne“ zeigt. Bequemerweise wohnt er bei mir ganz in der Nähe.

So waren wir zeitlich flexibel und konnten auch mal ein Shooting umsetzen, wo wir auf das Wetter achten müssen. Wir hatten Glück und konnten meinen Business-Bildern eine weitere Variante hinzufügen.



Geblitzt wurde mit einem entfesselten Speedlight von rechts durch einen weißen Schirm, was bei leichtem Wind manchmal schwierig war. Der konzentrierte Blick beim nächsten Bild beobachtet, wie gerade das Licht-Stativ umzufallen droht. Nicht im Bild: Das Model fängt den Blitz noch rechtzeitig auf. Danke.


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Fotosessions | Mit Tag(s) versehen: Business, entfesseltes Blitzen, Fotosession, Glatze, Mann, Speedlight, Stockfotos |
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Verfasst von R. Kneschke
13. Oktober 2008
Vor zwei Monaten sprach mich ein Model an, dass Freunde von ihr dieses Foto aus unserer Fotosession gesehen hätten. Das Bild soll in einer Handywerbung eines Musiksenders zu sehen sein. Es besteht der Verdacht, dass das Foto nicht richtig lizensiert wurde.

Da wir beide bisher die entsprechende Werbung nicht gefunden haben, bitte ich hier meine Leser um Mithilfe: Wer das Foto in einer TV-Werbung für Handys o.ä. auf einem Musiksender sieht (MTV kann es nicht sein), gebe bitte Bescheid. Mich interessiert vor allem die Firma, aber auch TV-Sender und Uhrzeit würden helfen, die Firma ausfindig zu machen.
Ich freue mich über jede hilfreiche Information. Vielen Dank schon mal.

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Verfasst von R. Kneschke
10. Oktober 2008
Wie die Presse Informations AG PIAG eben meldet, ist wieder eine Bildagentur pleite. Nach der Insolvenz der Bildagentur Bilderberg, der Microstock-Agentur Lucky Oliver sowie einigen anderen in den letzten Monaten ist nun die Bildagentur Archivberlin an der Reihe.
Archivberlin wurde 1995 als „Familienbetrieb“ gegründet und hatte sich auf Berlinfotos spezialisiert, bot aber auch viele andere Kollektionen von Getty Images, Corbis, Westend61 u.v.a. an.
Der archivberlin-Geschäftsführer Rainer Erdmann meldete, dass seit dem 30.09.2008 das Geschäft eingestellt wurde. Das Insolvenzverfahren beim Berliner Amtsgericht Charlottenburg (Az 36a IN 4267/08) läuft.
Die Fotos werden in nächster Zeit von der Webseite und aus den Partneragenturen gelöscht, Dias werden zurückgeschickt oder zur Abholung bereit gelegt und die letzten offenen Honorare bis Ende Oktober abgerechnet.
Erst vor wenigen Monaten hatte ich mit der Agentur wegen einer eventuellen Zusammenarbeit telefoniert. Jetzt schließt sie die Pforten. So schnell kann es gehen.
Wer wird als nächstes dran sein?

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Verfasst von R. Kneschke
9. Oktober 2008

Ja, Kleinkinder sind niedlich, aber sorgen auch schnell für verschrammte Knie. Immerhin ist es am besten, auf Augenhöhe zu fotografieren und da muss man sich nun mal auf den Boden schmeißen.

Auch der Umgang mit externen Blitzgeräten ist schwierig, selbst mit zwei Eltern, die ständig versuchen, die Aufmerksamkeit des Kindes auch sich zu lenken und nicht auf den teuren Speedlight mit Stativ und Schirm. Tipp: Essen, bunte und geräuschvolle Dinge helfen am besten.

Kleine Kinder werden auch schnell müde und so richtet sich die Dauer der Fotosession stark nach der Laune des Kindes. Aber vorher wird auch von der Müdigkeit noch ein Foto gemacht.

Was sind Eure Erlebnisse bei der Fotografie von Kindern und Babys?

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Verfasst von R. Kneschke