12 Tipps für Model-Posen

30. August 2008

Sowohl von Models als auch von Fotografen wird oft gefragt: „Gibt es irgendwo eine Liste mit einer Sammlung von Posen für Models, die ich nutzen kann?“ Ja, gibt es. Sogar mehrere.

Diese Seite ist umgezogen. Den Inhalt findest Du jetzt hier:
http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2008/08/30/12-tipps-fuer-model-posen/


Pimp Your Stock! Bildbesprechungen von Stockfotos

28. August 2008

Ob ich denn nicht mal…? Ab und zu fragen mich andere Fotografen, ob ich Ihnen nicht einige Tipps zur Stockfotografie geben könne.

Auch der Fotograf und Leser meines Blogs Christian Rohweder bat mich per Mail, ob ich mal seine Webseite anschauen und ihm vielleicht einige Tipps geben könnte, ob seine Fotos als Stockfotos geeignet seien und was er verbessern könnte. Klar kann ich. Aber damit gleich mehrere Fotografen etwas davon haben, habe ich beschlossen, je nach Nachfrage öffentliche Bildbesprechungen anzubieten.

Und so läuft’s:
- Schickt mir eine kurze Mail, in der ihr Euch vorstellt, z. B. wie lange ihr Fotos macht, mit welcher Ausrüstung, ob und wo ihr schon Fotos verkauft und was ihr in Zukunft in der Stockfotografie-Branche vorhabt.
- Wenn ich ausreichend Zeit habe für Bildbesprechungen, bitte ich Euch, mir 5-10 Bilder in kleiner Auflösung zu schicken.
- Diese werde ich dann in einem Blogbeitrag wie diesem veröffentlichen (auf Wunsch auch anonym) und meine Kommentare abgeben aus Business-Sicht. Also eher nicht, ob eine Blume schön ist oder nicht, sondern wie verkäuflich das Foto sein könnte oder wie es verkäuflicher gemacht werden könnte.
Kritisch, ehrlich, subjektiv.

Los geht’s mit der ersten Folge von „Pimp My Stock!

Uhren sind gute Symbole in der Stockfotografie. Hier könnte der Bildaufbau jedoch durchdachter sein. Die harte Lichtquelle lässt Stellen am Glas weiß auslaufen und sorgt für einen zu harten Schatten. Ein rechtliches Problem kann das Design der Uhr sein, hier gilt es aufzupassen und im Zweifelsfall beim Hersteller nachfragen oder recherchieren (z.B. beim Deutschen Patent- und Markenamt)

Auch Pinnnadeln sind ein beliebtes Stockmotiv. Um solche Fotos zu verkaufen, sollen auch die passenden Konzept-Suchwörter wie Chaos, Unordnung, Vielfalt etc. benutzt werden. Das Foto selbst ist jedoch zu hell, hier sollten die Mitte in der Tonwertkorrektur nach rechts verschoben (dunkler) werden. Bei solchen Makroaufnahmen ist wichtig, dass die Objekte sehr sauber sind, was hier nicht ganz der Fall ist.

Hier ist der Name einer Maschinenbaufirma zu sehen, die Teil des Werfenverbundes von ThyssenKrupp Marinesystems AG ist. Die verstehen da keinen Spaß. Ein Fall für den Retuschestempel. Insgesamt ist das Bild aber zu unkomponiert und zu dunkel, rechts saufen Bereiche ins Schwarz ab. Besser wäre gewesen, mit einem stärkeren Teleobjektiv eine vertikale Aufnahme nur des linken Bereichs zu machen und den Firmennamen wegzustempeln.

Aaaah, Raps! Der Dauerbrenner unter den Landschaftsaufnahmen, gleich nach Sonnenuntergängen und Bergpanoramen. Die Konkurrenz auf diesem Gebiet ist schwer. Ich finde das Foto aber sehr gelungen. Hellblauer Himmel mit viel PLatz für Designer, ihren Text unterzubringen. Klarer detailreicher Vordergrund mit passendem ruhigen Hintergrund und Reduzierung auf zwei sehr komplementäre Farben. Ich denke, dass Verkaufschancen da sind, vor allem mit Suchbegriffen wie „Sommer“ oder „Textfreiraum“ bzw. „Copy Space“.

Schwarz-Weiß-Fotos sind bei Stockagenturen nicht so beliebt. Und ein Propeller als Symbol soll eher „Abenteuer“, „Bewegung“ und „Geschwindigkeit“ vermitteln als Ruhe und Stillstand. Das Foto finde ich nicht schlecht, sehe aber nicht viele Verkaufschancen.

Eine schlichte Makroaufnahme, vielleicht etwas grobkörnig bzw. rauschig, aber mit passender Verschlagwortung (Auswahl, Kommunikation, …) sicher verkäuflich. Die „Alt“-Schrift und das Symbol daneben könnten eventuell retuschiert werden, um den Fokus besser auf die „Option“ zu lenken.

Ähnlich wie die Uhr oben: Der Markenname und die Logos sind bei diesem Taschenmesser ein großes „No-Go“! Auch die Komposition ist meiner Meinung nach nicht gut durchdacht. Der Rahmen ist im Original schon entfernt worden.D

Die durch Asphalt brechende Pflanzentrieb ist in der Stockfotografie ein beliebtes Symbol für Aufbruch, Wachstum, Stärke, Herausfordung und Freiheit. Sprich: Ein universell einsetzbares Motiv, hier auch gut umgesetzt. Gefällt mir nach dem Rapsfoto am besten. Kleiner Verbesserungsvorschlag: Das Grün sättigen und beim nächsten Mal den Winkel so wählen, dass die Triebe sich auf dem Foto nicht überlagern, also mehr nach rechts oder links gehen. Die wenigen losen Steine könnten noch retuschiert werden. Trotzdem ein beliebtes Stockfoto.

Bei dem Füller mit Tintenfass ist im Original die Gravur schon retuschiert. Das Motiv ist gefragt in der Stockfotografie, aber es gibt bessere Umsetzungen. Die Schatten sind zu hart und der Untergrund nicht hell genug. Verbessern ließe sich es auch, wenn der Füller etwas schreibt: Einen Lottoschein ankreuzt, einen Stimmzettel ausfüllt, Termine in einen Kalender schreibt oder schlicht das Wort „Danke“.

Damit bedanke ich mich auch beim mutigen Debütant Christian in der ersten Folge von „Pimp My Stock!“ Ich warte auch Eure Anfragen. Falls ihr weitere konstruktive Anregungen zu obigen Fotos habt, freue ich mich auf Eure Kommentare.


10 Vorteile eines guten Models

27. August 2008

Dieser Blog und dieser Artikel sind umgezogen.

Ihr könnte den Artikel nun hier lesen:
http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2008/08/27/10-vorteile-eines-guten-models/


Vor- und Nachteile des Bildersuchdienstes PicScout

25. August 2008

Es gibt einige Firmen, die sich darauf spezialisiert haben, Fotos im Internet zu finden.
Über den TinEye-Service von Idée Inc. habe ich schon berichtet, andere Firmen sind Attributor, Digimarc oder PhotoPatrol.

Die Firma PicScout hat auch ein ähnliches System, welches seit Jahren auch von den großen Bildagenturen wie Getty Images, Corbis, Mauritius und Masterfile genutzt wird. Vor einem halben Jahr erregte die Firma viel Aufsehen, weil Getty Images mit deren Hilfe eine große Abmahnwelle startete, von der wahrscheinlich nicht nur Bilderdiebe betroffen waren, sondern auch Kunden, die eine Lizenz gekauft hatten. Hier ein anonymisierte Lizenznachforderung.

Daraufhin begannen einige Informatik-Freaks zu schauen, wie die Suchmaschine „Image Tracker“ von PicScout funktioniert und bemerkten, dass dieser Suchroboter auch die gängigen Richtlinien für Suchroboter ignoriert. Daraufhin fanden findige Anwälte schon das Schlupfloch des „virtuellen Hausfriedensbruchs“ und Betroffene sammelten sich in Foren.

Aber für Fotografen ist eher interessant, ob denn Fotos gefunden werden und sich der Aufwand unter dem Strich finanziell lohnt. Das Grundkonzept klingt nicht schlecht:

PicScout sucht automatisch im Internet nach den eigenen Fotos und findet diese auch, wenn sie beschnitten, gespiegelt, mit Text versehen oder farblich verändert wurden. Nachdem eine Urheberrechtsverletzung entdeckt wurde, schickt PicScout Rechtsanwälte und Inkassobüros los, um nachträglich Lizenzgebühren einzufordern. Bei YouTube gibt es auch ein Werbe-Video vom PicScout-Service in Aktion.

Schauen wir doch mal, was das kostet. PicScout bietet für Fotografen drei Möglichkeiten:

  • 500 Fotos für ca. 15 US-Dollar pro Monat
  • 1000 Fotos für ca. 25 US-Dollar pro Monat
  • 2000 Fotos für ca. 35 US-Dollar pro Monat

im Internet automatisch vom „Image Tracker“ suchen zu lassen. Diese Suche soll nach einer telefonischen Auskunft eines Kundenbetreuers bis zu acht Monate dauern können, da es naturgemäß dauert, Billionen Webseiten zu durchsuchen.

Hier kommt aber der erste Haken:
Für diesen Preis werden nur die Webseiten eines Landes durchsucht, entweder der USA, von Großbritannien oder Deutschland. Die Endung der Domain sei da kein ausschlaggebendes Kriterium, es gebe „Algorithmen“, die das feststellten. Meine Vermutung ist, dass Whois-Abfragen, Sprache oder Währungszeichen auf der Webseite einige der Kriterien sein könnten.

Wer mehr als ein Land durchsuchen lassen möchte, zahlt pro Land ca. 6 US-Dollar extra. Die Auswahl ist aber auf obige drei Länder begrenzt. Bei allen drei Ländern und 2000 Fotos wären das ca. 63 US-Dollar pro Monat. Wenn aber auf einer französischen oder kanadischen Webseite geklaute Fotos genutzt werden, ist PicScout anscheinend machtlos.

Der zweite Haken:

Zitat Terms Of Service (ToS): „PicScout shall monitor the territories you have selected in the Subscription Form for commercial websites that potentially infringe the proprietary rights of the Images (“Infringements”). PicScout shall concentrate its efforts on identifying commercial Infringements of the Images rather than private use thereof.“

PicScout konzentriert sich bei der Suche auf kommerzielle Webseiten. Es ist klar, dass sich von dort am ehesten Gebühren eintreiben lassen, von denen PicScout 30% behält. Jedoch gehe ich davon aus, dass die meisten Firmen korrekt arbeiten und lizensierte Bilder nutzen. Bei den privaten Nutzern ist die Zahl derer, die wissentlich oder unwissentlich Fotos stehlen, wahrscheinlich höher.

Der dritte Haken:

Zitat ToS: „In the event that Images provided by you are represented by a stock photography agency, or another agency or entity to whom the prosecution rights for such Images have been assigned (a “Stock Photography Agency”), and such agency is a customer of PicScout, all Match Reports (as defined below) of such images will be provided to the Stock Photography Agency only.“

Das bedeutet, dass nur Bilder gesucht werden können, die nicht über eine Agentur vertrieben werden, welche Kunde bei PicScout ist. Da alle Treffermeldungen nur an diese Agentur gehen, kann der Service nicht mal genutzt werden, um „Belegexemplare“ oder „Referenzen“ zu sammeln.

Der vierte Haken:
In den Nutzungsbestimmungen von PicScout steht nichts davon, aber bei meinem Telefonat mit dem Kundenbetreuer hieß es, dass nur „Rights Managed“-Bilder gesucht werden würden, keine „Royalty Free“-Fotos. Bei letzteren sei es nicht möglich, nachzuweisen, ob eine Nutzung korrekt sei. Das wage ich zwar zu bezweifeln, aber wenn sie meinen…

Unterm Strich begrüße ich jeden Service, der helfen kann, meine Fotos zu finden. In diesem Fall finde ich den Preis und die Einschränkungen noch zu hoch.

Ähnliche Erfahrungen hat ein deutscher Fotograf gemacht, der PicScout seit Februar 2008, also seit sechs Monaten nutzt. Er betreibt eine eigene kleine Bildagentur mit Travel-Fotos und lässt 2000 seiner meistgeklickten Fotos via PicScout auf deutschen Webseiten suchen. Bisher noch kein Treffer. Mit der Google-Bildsuche und TinEye fand er jedoch einige seiner Fotos innerhalb einer Stunde.

<img src=“http://vg09.met.vgwort.de/na/d20ced742a244931b836cc7141aed0e3″ width=“1″ height=“1″ alt=“"/>


Blitzversuche im Freien

20. August 2008

Fotos im Freien sind für mich immer eine spannende Sache, weil ich mit jedem Shooting noch viel lerne. Diesmal hatte ich die Gelegenheit, mit dem geduldigen Model Anne das entfesselte Blitzen zu üben. Als Thema haben wir uns „Wellness“ ausgesucht.

Nachdem der Zoll endlos lange gegrübelt hatte, wie sie die Funkauslöser Pocket Wizards versteuern sollen, haben wir abends auf den Rheinwiesen bei bewölktem Himmel testen können, wie die Lichtstimmung auf Fotos wirkt, wenn der Blitz nicht frontal zum Aufhellen genutzt wird, sondern seitlich auf einem Stativ, zusammen mit einer kleinen Softbox als Lichtquelle dient.

Ich bin erstaunt, wie trotz sehr trüben Wetter der Blitz die Sonne so gut ersetzen konnte, dass die Fotos wirken, als wären sie bei strahlendem Sonnenschein aufgenommen. Ohne die Nachteile des echten Sonnenlichts: Zuviel Lichtstärke und keine Einstellmöglichkeiten.

Die in natura unansehnlichen hohen Grashalme geben mit geringer Tiefenschärfe einen angenehm grünen Hintergrund ab.

Angenehm war auch, wie bequem, leicht und klein das Set aus den beiden Funkauslösern (Sender+Empfänger), Stativ, Softbox (kleine faltbare von Lastolite) und Blitz war. So konnten wir schnell verschiedene Lichtsituationen ausprobieren.
Hier zwei Beispiele, wie anders die Fotos mit wenigen Perspektivwechseln von Blitz und Kamera wirken können.


Wanderung im Bergischen Land

18. August 2008

Gestern war ich mit meiner Freundin wandern. Von Köln dauert es mit der S 11 nur paar Minuten nach Bergisch Gladbach und dort gibt es neben einer kleinen Stadt auch schöne Wälder und Wiesen. Ich mag meine Arbeit zu sehr, um die Kamera zu Hause zu lassen, also hatte ich die Gelegenheit, nebenbei einige „stocktaugliche“ Motive festzuhalten.

Im Nachhinein hätte ich jedoch lieber meine 50mm-Festbrennweite statt dem 24-105-Zoom mitnehmen sollen, da die Abbildungsleistung für Landschaftsaufnahmen ohne Stativ schnell an die Grenzen stößt.

Danke an den Sauerländischen Gebirgsverein für die Streckenempfehlung auf deren Webseite.



Suchwörter-Verbesserungen für Bildagenturen

17. August 2008

Die Keywording-Firma KEEDUP hat ein Whitepaper zur Verbesserung der Verkäufe durch optimierte Suchwörter veröffentlicht. Das englischsprachige PDF mit 10 Seiten kann auf deren Webseite nach einer kostenlosen Angabe von Name, Mailadresse und Telefon runtergeladen werden.

Die Hinweise und Vorschläge richten sich in erster Linie an Bildagenturen, auch wenn es Fotografen nicht schadet, sich den Text durchzulesen.


Jedes Model hat seine Pose

15. August 2008

Diese Fotosession war wieder ein „klassisches Paarshooting“ mit vielen Umarmungsfotos und Portraits.

Für mich war diesmal wieder klar zu sehen, dass bestimmte Menschen jeweils ihre Posen haben, bei denen sie am besten aussehen. Die einen haben ein bezauberndes Lachen, die anderen ein sympatisches Lächeln und wieder andere können großartig Grimassen ziehen.

Das junge blonde Model bei diesem Shooting konnte großartig und überzeugend jubeln. Zusammen mit den langen blonden Haaren entstanden so einige sehr frische, lebendige Fotos, die besonders gut die Themen Lebensfreude, Vergnügen und Heiterkeit illustrieren.



Gastartikel: 5 Tipps für ein gelungenes Profilfoto

15. August 2008

Im „PR Blogger“ gibt es von mir den Gastbeitrag mit „5 Tipps für ein gelungenes Profilfoto„.
Viel Spaß beim Lesen.


Tipps für Stockfoto-Trends von Getty Images

14. August 2008

Die führende Bildagentur weltweit, Getty Images, beschäftigt ganze Herrscharen von Mitarbeitern allein für das Erforschen von neuen visuellen Trends. Dabei werden zum Beispiel unzählige Werbeanzeigen ausgewertet, die Suchwörter der Bildagentur analysiert und Interviews mit Bildkäufern geführt.

Für diesen Aufwand lässt sich Getty Images gut bezahlen und verlangt für den Download eines ihrer beiden MAP Reports (Make A Picture Report) 750 US-Dollar. Aber es geht auch günstiger. Zum einen gibt es auf der Webseite des MAP-Reports vier kostenlose Auszüge zum Runterladen.

Außerdem gibt es den lesenswerten MAP Report zum Thema „Risky Business“ mit 52 Seiten als PDF hier gratis als Download für alle, die sich kostenlos registrieren lassen.

Neu ist übrigens die Zusammenarbeit von Getty Images mit der Marktforschungsfirma Yankelovich Research. Als erstes Ergebnis gibt es hier kostenlos drei Reporte zu den Bildertrends „Helden“, „Selbstdiagnose“ und „Microsizing“ zu lesen.