30. April 2008
Es ist immer angenehm, Models zu fotografieren, mit denen ich schon zusammengearbeitet habe. Zum einen kennen wir uns und wissen, was uns vom jeweils anderen erwartet. Außerdem freut es mich besonders, wenn ich beim Model eine positive Entwicklung feststellen kann.
So auch bei Cassandra, die sich bei mir Ende 2006 beworben hatte. Wer sich die aktuellen ausdrucksstarken Fotos anschaut, wird sicher schnell das Foto finden, was ich von der damaligen Fotosession „reingeschmuggelt“ habe.
Eine Entwicklung gab es aber nicht nur beim Model, sondern auch bei mir. Wir haben uns nach draußen gewagt und in der Nähe des Rheins einige Fotos gemacht, ohne die Studioblitze und Softboxen, denen ich sonst blind vertraue.
Okay, ich habe geschummelt und meinen Speedlight 580-EX-II-Aufsteckblitz mitgenommen, vor den ich eine kleine Softbox von Lastolite gespannt habe. Damit konnte ich die teilweise harten Schatten des Sonnenlichts gut abmildern.
Ich fotografiere ungern draußen, da ich stark wetterabhängig bin, die Lichtsituation sich in Sekunden ändern kann und es länger dauert, zu guten Locations zu komme und ich weniger Requisiten mitnehmen kann.
Die Fotos unten zeigen aber hoffentlich, dass es sich gelohnt hat.










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Verfasst von R. Kneschke
28. April 2008
Erst vor knapp zwei Wochen hatte ich über die Schließung der Microstock-Agentur LuckyOliver berichtet, wie viele andere auch. Weit weniger Beachtung fanden aber zwei weitere Agenturen, die zum 1.3.2008 bzw. 1.4.2008 ihre Pforten haben schließen müssen: Image-Depot.de und NaturalLifeStock.
Da letztere Seite schon nicht mehr erreichbar ist, hier ein Auszug des Abschiedsbriefs:
„We are sorry to report that NaturalLifeStock is closing its doors today. April 1, 2008 was our one-year anniversary, and at the end of this period we have simply not had the returns we expected. The market is saturated with large and small stock agencies, and the competition is overwhelming.
We have found that image buyers are deluged with requests to „come see my stock site“ and have little interest in startup stock companies. If we had millions to spend for marketing we might be able to make a dent, but as a Mom & Pop stock site our chances for success are very slim. Even the big guys, like Getty Images®, are having a rough time in this economy.“

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Verfasst von R. Kneschke
25. April 2008
Wer sehen möchte, welche Schlagworte Profis benutzen, um ihre Bilder zu beschreiben, schaut mal bei den Suchtipps des Bildagentur-Giganten Corbis vorbei.
Dort gibt es unten links unter „Schlagwörterbuch (PDF) herunterladen“ genau das: Ein PDF, in der die Schlagwörter gelistet sind, welche die Agentur benutzt.
Ein ähnliches Dokument existiert auch vom Branchenführer Getty Images.
Das ist zwar eher dafür gedacht, auch die richtigen Begriffe in deren Suchmachine einzugeben, aber hey, auch die Fotografen, die selbst ihre Bilder beschriften müssen, finden das sicher hilfreich.

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Verfasst von R. Kneschke
16. April 2008
Es war lange klar, dass es irgendwann passieren musste, nun ist es offensichtlich: Die ersten Microstock-Anbieter geben auf. Gestern erklärte die Microstock-Agentur „LuckyOliver“ in ihrem Blog, dass sie zum 15. Mai 2008 ihre Pforten schließen werden:
„As a leader and entrepreneur, it’s tough to see something you have put so much time into not materialize into a successful business. We spent the last year looking for the funds to grow LuckyOliver because, without the addition of significant capital, the return on investment for LuckyOliver and its contributors would not be satisfactory. After reviewing the options, the investment team decided that it was in the best interest of all stakeholders to shut the company down.„
In der Praxis gibt es sehr viele Microstock-Lieferanten (Fotografen und Grafiker), die ihre Werke an über zehn Agenturen verteilen. Bei dem gleichen Bildangebot bleibt es nicht aus, dass es andere Kriterien sein werden, die zum Überleben einer Agentur beitragen.
Die Konzentration in der Microstock-Branche ist sicher erst der Anfang für das, was im Bereich der teueren RF-Kollektion längst im Gange ist: Ein großes Aufkaufen, Zusammenführen und Schließen von Kollektionen, um auf dem hart umkämpften Markt konkurrenzfähig zu sein.
Erst vor wenigen Wochen kündigte Adobe an, sein „Adobe Stock Photos„-Projekt zu schließen und der Branchendienst „Selling Stock“ kündigt fast mehrmals im Monat an, dass Bildkollektionen aufgekauft oder beendet werden. Es bleibt sehr spannend, welcher Fisch im Teich überleben wird.

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Verfasst von R. Kneschke
14. April 2008
Wegen eines Serverumzugs ist meine Webseite www.robertkneschke.de vorübergehend nicht erreichbar. Die Techniker arbeiten daran und die Seite wird so schnell wie möglich wieder online gehen. Wer dort nach Informationen suchen wollte, kann sich gerne per Email an mich wenden.
Ich bitte die Auszeit zu entschuldigen.
Anmerkung 16.04.2008: Die Webseite ist nun umgezogen und funktioniert wieder.

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Verfasst von R. Kneschke
13. April 2008
Das Verschlagworten von Fotos wurde lange Zeit von den Bildagenturen übernommen, nachdem die Fotografen ihre Fotos dort abgeliefert hatten. Als im Internet die ersten Agenturen anfingen, ihre Arbeitsabläufe zu automatisieren, übergaben sie viele Aufgaben, die bisher die Agenturen übernamen, zurück an die Fotoproduzenten.
Dazu gehörte auch das Verschlagworten der Fotos, damit diese über Suchmaschinen gefunden werden können. Dieser Teil meiner Arbeit ist für mich (neben der Buchhaltung) der unangenehmste.
Ich scheine nicht der einzige zu sein, denn mittlerweile gibt es im Internet einige Webseiten, die helfen sollen, die Verschlagwortung zu vereinfachen. Die Webseite www.PhotoKeywords.com arbeitet nach dem – umstrittenen – Prinzip, nach der Eingabe von zwei, drei Begriffen bestehende Fotos anzuzeigen, die dem neuen Fotos ähnlich sein sollen.
Nach einer weiteren Auswahl werden dann die vorhandenen englischen Suchwörter der bestehenden Fotos angezeigt, die dann für das neue Foto ausgewählt werden können. Das kann natürlich zu einer Konzentration auf immer gleiche Suchbegriffe führen.
Das gleiche System gibt es auch in russisch.
Einen anderen Weg geht der Stocktagger. Diese sich noch im Test befindliche Webseite gibt nach der Eingabe eines Begriffes vermutlich passende Synonyme aus und soll sowohl in deutsch und bald auch in englisch funktionieren.
Bisher hat mich noch keins der Systeme überzeugt, da ich neben der Korrektheit der Begriffe auch noch Anforderungen an die Sortierung etc. habe, die ich bisher schneller manuell umsetzen kann. Wer nur mal schnell ohne viel Erfahrung ein Foto richtig beschriften möchte, findet eins der Systeme vielleicht hilfreich.
Ich habe ebenfalls ein Auge auf der Entwicklung dieser Webseiten, merke jedoch auch, dass einige höherpreisige Agenturen wieder dazu übergehen, die Verschlagwortung per Hand zu übernehmen. Mal sehen, wohin die Reise geht.

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Verfasst von R. Kneschke
2. April 2008
Einer der größten Träume vieler (männlicher) Fotografen ist es, die Fotos für die Bikini-Ausgabe der US-Zeitschrift Sports Illustrated aufnehmen zu dürfen.
Als Werbeaktion zusammen mit Taco Bell (eine Art „McDonalds“ mit mexikanischem Fast-Food) ist es nun zumindest im Internet möglich, mit dem Model Daniella am Karibikstrand einige Fotos zu machen und sie anschließend runterzuladen: http://www.directdaniella.com
Gut, die Einschränkungen im Vergleich zu einem echten Fotoshooting sind groß, dafür sind sind auch die Nachteile geringer.
Für Models ist die Webseite übrigens ebenfalls sehr hilfreich: Sie zeigt, wie professionelle Models schnell und passend posen können.

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Verfasst von R. Kneschke
2. April 2008
Auch wenn das Wort „free“ in „royalty-free Fotos“ drin steckt, bedeutet das nicht, dass diese Fotos auch kostenlos sind. Der Begriff bedeutet vielmehr, dass im Gegensatz zur klassischen Foto-Lizensierung („lizenzpflichtige Fotos„) bei diesem Modell keine Lizenzanteile pro Nutzung fällig werden, sondern die Nutzungsrechte (mehr oder weniger) pauschal verkauft werden.
Der Markführer für Bildbearbeitungsprogramme Adobe („Adobe Photoshop„) hat das scheinbar missverstanden. In den Nutzungsbedingungen seiner neuen kostenlosen Online-Version des sonst über 1.000 Euro teuren Grafikprogramms Photoshop hat Adobe ein kleines, aber bitteres Schmankerl versteckt. Kostenlos möchte Adobe Foto nutzen und damit Geld verdienen können, die mit Adobe Express veröffentlicht werden.
Hier der Auszug:
„8. Use of Your Content.
- Adobe does not claim ownership of Your Content. However, with respect to Your Content that you submit or make available for inclusion on publicly accessible areas of the Services, you grant Adobe a worldwide, royalty-free, nonexclusive, perpetual, irrevocable, and fully sublicensable license to use, distribute, derive revenue or other remuneration from, reproduce, modify, adapt, publish, translate, publicly perform and publicly display such Content (in whole or in part) and to incorporate such Content into other Materials or works in any format or medium now known or later developed.“
Für Nutzer, die mit ihren Fotos Geld verdienen wollen, würde sich damit die Nutzung der Web-Version von selbst verbieten.
Schnell ruderte Adobe aber wenige Tage nach Aufdeckung des Passus zurück: Nie hätte man daran gedacht, die Bilder so zu nutzen. Die hauseigenen Rechtsanwälte arbeiten nun an einer neuen Version der Nutzungsrechte.
Man kann es ja mal versuchen, oder? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

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Verfasst von R. Kneschke